Presse

Bericht vom 11.03.2008 Kleine Zeitung

"Es ist einfach viel schöner, zu viert zu spielen, als allein", sagte der Cellist des Acies Quartett, Thomas Wiesflecker, im Jänner zur APA. Gestern, Montag, stellten die vier jungen Musiker bei ihrem Debüt im Wiener Musikverein diesen einfachen Grundsatz unter Beweis. Mit jeder Menge gut gelauntem Spieltrieb, sauberer Klangarbeit und viel Emotion holten sie sich die Begeisterung des Publikums mühelos ab.

"Spielerische Leichtigkeit". "Junge Quartette" stellt die Jeunesse in ihrem Zyklus im Brahms-Saal vor, und ein junges Quartett sind die sämtlich unter 25 Jahre alten Kärntner jedenfalls. Auch die Erwartungen, die gemeinhin an den unverbrauchten Nachwuchs gestellt werden, erfüllen sie mit links: Flott, fröhlich, herausfordernd. Befreundet, nicht zuletzt. So macht ein verstohlenes Grinsen zwischendurch nicht nur sympathisch, sondern bestätigt, was das Spiel vorlebt: Das gemeinsame Klangschaffen entsteht aus selbstverständlicher, fröhlicher Verständigung, das Wechselspiel von Tempo und Volumen wird im wahrsten Sinne zum Spiel.

Überzeugend. Doch mit dem obligatorischen "flott und fröhlich" ist es hier nicht getan. Schon bei Haydns Streichquartett in F-Dur und Beethovens in D-Dur überzeugten die Geiger Benjamin Ziervogel und Raphael Kasprian, der Bratschist Manfred Plessl und Cellist Wiesflecker mit der Präzision und dem Abwechslungsreichtum, der schon bei ihrer gefeierten Debüt-CD (Gramola, 2007) aufhorchen ließ. Wo Grazie ist, hüpfen sie leicht dahin, wo Tempo ist, werden sie sportlich, wo Kontrast ist, arbeiten sie sorgfältig abgestimmt. Und wo Fulminanz ist, haben sie ihren Spaß.

Emotionale Vollheit. Das wahre Wagnis aber folgte auf die Pause - in der es sich auch ihr Lehrer Günter Pichler, Primarius des Alban Berg Quartetts, nicht nehmen ließ, zu gratulieren. Debussys herrliches - und schweres - Streichquartett in g-Moll weckte vor allem in Wiesfleckers Cello und in Ziervogels 1. Violine berührende emotionale Vollheit. Bei Debussys klanglichen Raffinessen fühlten sich die vier Musiker sichtlich wohl, geleiteten glatt durch die exotischeren Passagen, ließen ihre Bögen in der "sanft expressiven" Romanze schwer von Gefühl werden. Und hinterließen spätestens hier die sichere Ahnung, dass es bei diesem Debüt längst nicht bleiben wird.

Original Bericht hier

Zitate aus dem Jeunesse Jahresabobuch 2007/08:

Alle die beim Schlusskonzert des Gradus ad Parnassum- Wettbewerbs im
Musikverein im Oktober 2006 dabei waren, werden sich noch an den
fulminanten Gewinner des Abends, das Acies Quartett, erinnern. Dieses
Endemble wurde von uns mit unserem Hauptsponsor, der Bank Austria
Creditanstalt, zum neuen Ba Ca Artist of the year gewählt und wird im
Quartett- Zyklus der Jeunesse erstmals im Brahmssaal des Musikvereins
spielen.
                                             Angelika Möser

Diese vier jungen Musiker begeistern Publikum und Presse gleichermaßen.
'Ihre aufregende Vitalität, ihr intensives und konzentriertes
Zusammenspiel. ihr sensibler Nuancenreichtum, ihre warmen Farben., aber
auch ihre erstaunliche Virtuosität' waren für die Kleine Zeitung Anlass zu
höchstem Lob. Schon früh wurde das  Kärntner Acies- Quartett mit
renommierten Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Gradus ad Parnassum-
Preis 2006. Nun präasentiert sich das Quartett als frisch gekürter Ba Ca
Artist of the Year 2007
der Jeunesse und ihres Hauptsponsors, der Bank
Austria Creditanstalt, und zeigt im Verein mit internationalen Rising
stars, dass die junge Quartettszene zu den animiertesten Mitspielern auf
dem Klassikparkett gehört.......

Kronen Zeitung:
"... Können und Einsatz ließen die Zuhörer in Klagenfurt spontan vor Begeisterung aufspringen. ..."
Aus der Kleinen Zeitung:
 "... Beim Eröffnungskonzert der Mozartgemeinde rissen sie das Publikum mit packender Vitalität, hohem technischen Standard und erstaunlich reifer Interpretation mit. ..."
"... Ihre aufregende Vitalität, ihr intensives und konzentriertes Zusammenspiel, ihr sensibler Nuancenreichtum, ihre warmen Farben, aber auch ihre erstaunliche Virtuosität fielen besonders auf. ..."